Verzehr von Hafer: Eine weitere Methode zur Verringerung des schlechten Cholesterins

Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Wert des schlechten Cholesterins in den Griff zu bekommen. Dabei spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Allmählich wird in diesem Zusammenhang der Hafer auch in Kontinentaleuropa wertgeschätzt.

 

An wen richten sich diese Empfehlungen?

Ein Bluttest (insbesondere nach Vollendung des 50. Lebensjahres) gibt Auskunft über den Anteil des guten und schlechten Cholesterins am Gesamtcholesterin. Um jeglicher Gefahr vorzubeugen, hat anschließend jeder die Aufgabe, die für seine individuelle Situation geeigneten Maßnahmen zu ergreifen und im Alltag umzusetzen: Die Regelmäßigkeit ist nämlich von wesentlicher Bedeutung.

 

Wovon sprechen wir?

Bei Cholesterin handelt es sich um ein Fett, das für unseren Organismus unentbehrlich ist. Nach seiner Herstellung durch die Leber (zu 60 Prozent) bzw. Zufuhr über die Nahrung (zu 40 Prozent) wird es in die Wände aller Körperzellen befördert, um sie geschmeidig und kräftig zu machen. Eine beeinträchtigte oder übermäßige Cholesterin-Beförderung zu den Zellen (über das Blut) führt zur Bildung von Plaques, welche nach und nach die Arterien verstopfen und langfristig einen Schlaganfall auslösen können.

Das Auftreten von schlechtem Cholesterin ist hauptsächlich genetisch bedingt. Zur Begrenzung seiner Auswirkungen sind eine entsprechende Ernährung und eine gesunde Lebensweise von wesentlicher Bedeutung. Ebenso ist es wichtig, die Entstehung des „guten Cholesterins“ (das eine regulierende Wirkung auf den Cholesterinspiegel im Blut ausübt) durch ausreichende körperliche Betätigung zu begünstigen. Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und das Lebensalter (ab 50) stellen nämlich die vier erschwerenden Hauptfaktoren dar.

Eine medikamentöse Behandlung wird erst eingeleitet, wenn das Gesamtcholesterin durch eine mehrmonatige entsprechende Diät nicht zufriedenstellend reguliert werden konnte.

 

Worin besteht der Nutzen von Hafer?

Heute gibt es viele Ernährungsempfehlungen. (Derzeit wird viel über die Mittelmeer-Diät gesprochen.) Eine der neusten Erkenntnisse bezieht sich auf Hafer und empfiehlt den täglichen Verzehr von sieben Esslöffeln Haferflocken oder vier Esslöffeln Haferkleie. Weshalb sollte man bei einem zu hohen Wert an schlechtem Cholesterin Hafer verzehren?

  • Hafer ist sehr ballaststoffreich und enthält insbesondere viel Beta-Glucan, einen sogenannten „löslichen Ballaststoff“.
  • Bereits 1997 wurde Hafer von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde Food & Drug Administration offiziell als Cholesterin senkend anerkannt.

Die Bedeutung des Hafers für die Verringerung des schlechten Cholesterins ist durch wissenschaftliche Daten belegt, doch für seinen Beitrag zur Prävention eines tödlichen Herzinfarkts in diesem Sinn gibt es keinen Beweis.

 

Hafer: Wie sollte er verzehrt werden?

  • Eine Schale Haferflocken jeden Morgen
  • Oder insgesamt drei Esslöffel, die auf Salate, Joghurt oder Gemüse verteilt werden
  • Viel trinken: Hafer wirkt wie ein Schwamm, der alle umgebenden Flüssigkeiten aufsaugt.