Ihre Aufnahme in die Klinik

In der Regel erfolgt die Aufnahme am Vortag des Eingriffs spätnachmittags. Das Pflegefachpersonal der Station 4B empfängt Sie bei Ihrer Ankunft und bringt Sie nach Überprüfung Ihrer Identität in Ihr Zimmer. Nach der gemeinsamen Erhebung personenbezogener Daten erfolgen eine Blutentnahme und eine Elektrokardiographie (EKG). Außerdem legen wir einen peripheren Venenkatheter für eventuelle Infusionen an (Schmerzmittel, Antibiotika usw.).
Die Untersuchung findet im INCCI statt. Die Uhrzeit des Eingriffs und Ihres Transports zum Eingriffsort erfahren Sie am Vorabend des Eingriffs.
Anschließend duschen Sie zur Vorbereitung mit einer antiseptischen Seife, die Sie von uns erhalten. Denken Sie daran, unser Personal über eventuelle Allergien wie z. B. eine Jodunverträglichkeit in Kenntnis zu setzen.

Am Morgen des Eingriffstags unterziehen Sie sich erneut einem EKG. Die zu operierenden Körperstellen werden von uns enthaart, und anschließend duschen Sie wie am Vorabend mit einer antiseptischen Seife. Sie erhalten von uns einen blauen Pyjama zum einmaligen Gebrauch. Außerdem sollten Sie daran denken, Ihren Schmuck abzulegen und Ihren Zahnersatz herauszunehmen, falls relevant. Die Pflegefachkraft verabreicht Ihnen die Morgenmedikation gemäß den Verordnungen des Kardiologen und des Anästhesisten. Ihrem Zustand entsprechend kann Ihnen ein Beruhigungsmittel angeboten werden.

Außerdem können wir Ihnen eine psychologische Betreuung vermitteln.

Wenn während Ihrer Koronarangiographie eine Gefäßaufweitung oder eine Stentimplantation durchgeführt wurde, findet am Folgetag der Untersuchung ein weiteres EKG statt. Eine Pflegefachkraft entfernt Ihren Verband und legt einen Okklusivverband an, mit dem Sie duschen können.

In der Regel bleiben Sie den Untersuchungsergebnissen entsprechend 48 Stunden lang in der Klinik, und der Kardiologe entscheidet über das weitere Vorgehen (weitere Untersuchungen, Planung eines weiteren Eingriffs, medikamentöse Behandlung).

 

Wie läuft Ihre Untersuchung ab?

In den meisten Fällen erfolgt die Untersuchung unter Lokalanästhesie.

Bei einer Rechtsherzkatheteruntersuchung wird ein Katheter in eine Vene eingeführt. In der Regel wird der Zugang am Arm oder in der Leiste hergestellt. Unter Röntgenkontrolle wird dieser Katheter anschließend bis in die rechte Herzkammer vorgeschoben und von dort aus in die Lungengefäße. Häufig verwendet man dafür einen Einschwemmkatheter, der durch den Blutstrom befördert wird und sich auf diese

Weise selbst seinen Weg über das Herz in die Lungenarterie bahnt.

Bei einer Linksherzkatheteruntersuchung wird eine Arterie in der Leiste oder am Handgelenk punktiert und unter Röntgenkontrolle ein Katheter in die linke Herzkammer eingeführt. Nach der Ermittlung der Druckverhältnisse wird ein Kontrastmittel in die linke Herzkammer eingebracht, damit ihre Größe, ihre Form und vor allem ihre Kontraktionen eingeschätzt werden können. Es ist möglich, dass Sie während der Injektion kurzzeitig ein Wärmegefühl und einen unregelmäßigen Herzrhythmus spüren.

Für die Koronarangiographie wird anschließend durch denselben Katheter oder durch einen angepassten Katheter ein Kontrastmittel in die Koronararterien injiziert. Auf diese Weise können die Gefäße in der Röntgenaufnahme sichtbar gemacht und als Bild oder Film gespeichert werden.

Nach Beendigung der Untersuchung wird der Katheter entfernt und die Einstichstelle mithilfe eines Druckverbands oder einer Wundnaht verschlossen.

Zur Vermeidung jeglicher Verletzungsgefahr des Fötus aufgrund der Strahlenexposition ist die ANGABE IHRER SCHWANGERSCHAFT ZWINGEND ERFORDERLICH. 

 

Welche Anweisungen sollten Sie vor der Untersuchung befolgen?

Ihre ärztlichen Atteste oder Patientenausweise, die das Vorhandensein einer Allergie, eines Herzschrittmachers oder einer insulinabhängigen Diabetes-Erkrankung bescheinigen, müssen Sie den Pflegefachkräften vor der Untersuchung zeigen.

Überreichen Sie dem Pflegeteam ebenfalls die Liste aller Arzneimittel, die Sie derzeit einnehmen. (Das gilt auch für pflanzliche und rezeptfreie Arzneimittel.) Ihr Arzt entscheidet daraufhin, ob und wann diese Arzneimittel eingenommen werden dürfen oder ob sie abgesetzt bzw. ausgetauscht werden müssen. Dies gilt besonders für Gerinnungshemmer (Marcournar¾, Aspirin, Plavix@ sowie die neuen oralen Antikoagulantien wie z. B. Eliquis@, Xareltoo Lixiana@, Pradaxa0, usw.) und für Antidiabetika, die als Wirkstoff Metformin enthalten.
Bis zu sechs Stunden vor dem Eingriff dürfen Sie einen leichten Imbiss zu sich nehmen (z. B. eine Scheibe Weißbrot mit Marmelade, ein Glas Milch), sofern keine anderslautende Anweisung des Arztes vorliegt. Anschließend dürfen Sie weder essen oder trinken noch rauchen.